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Zweisprachige Erziehung

Zweisprachige Erziehung Türkisch - Deutsch

Seit 1988 gehört die Rixdorfer Grundschule zu den fünf Schwerpunktschulen in Berlin, die Zweisprachige Erziehung „Deutsch-Türkisch“ in jeweils einer Klasse der Klassenstufen 1-6 anbietet.

Die türkischen Kinder lernen hier ihre Muttersprache schreiben und lesen und erfahren Deutsch und Türkisch als gleichwertige Sprachen.

Die Förderung der Begriffsentwicklung in ihrer Muttersprache schafft so die notwendige Voraussetzung für die türkischsprachigen Kinder, die Zweitsprache Deutsch, aber auch weitere Fremdsprachen erfolgreich zu erlernen.

Deutsch- und anderssprachige Kinder lernen in Deutsch lesen und schreiben. Zusätzlich erlernen sie in zwei Wochenstunden Türkisch als Begegnungssprache.

Die frühe Begegnung mit einer Fremdsprache und das kontinuierliche Betrachten und Vergleichen von Sprachstrukturen macht neugierig auf andere Sprachen und erleichtert vielen Kinder das Erlernen einer weiteren Fremdsprache.

Das langjährig erprobte und ständig weiterentwickelte Konzept der Zweisprachigen Erziehung in der Rixdorfer Grundschule hat sich als Chance für deutsche und türkische Kinder erwiesen.

Zwei unterschiedliche Sprachen sind kein Hindernis für Verständigung und gegenseitiges Verstehen. Im Gegenteil, ihre Akzeptanz in unserer Schule und im Unterricht fördert die Wertschätzung und Toleranz im Umgang miteinander.

So befördert die Zweisprachige Erziehung die interkulturelle Erziehung an unserer Schule und legt unter anderem eine wichtige Grundlage für demokratisches Denken und Handeln.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) In der 1.Grundschule wurden vor ca. 20 Jahren Vorbereitungsklassen für schulpflichtige Kinder von Migrantenfamilien eingerichtet und in drei Klassenstufen differenziert:
Klasse 1-2, 3-4, 5-6.

Die besondere Aufgabe dieser Klassen besteht darin, innerhalb eines - vom Schulsenator Berlins – festgelegten Zeitraumes, die Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) und einen passiven und aktiven Wortschatz in der deutschen Sprache zu vermitteln.

Gleichzeitig lernen diese Schüler einen für sie bisher nicht vertrauten Kulturraum und konkret - bisher fremden - Lebensraum in der Stadt Berlin kennen. Ziel dieser Klassen, die zurzeit (seit August 2006) K-(Klein-)Klassen genannt werden und nur noch die Jahrgangsstufen 3-4 und 5-6 umfassen, ist die Integration der Schüler (zurzeit nach 36 Schulwochen) in die entsprechenden Regelklassen der Berliner Schule.

Schulanfänger der Migrantenfamilien werden - ohne Vorbereitung - direkt in der Schulanfangsphase 1-2 angemeldet. Besonderes Augenmerk wird auf die Elternarbeit in diesen Klassen gerichtet: Hilfe durch Übersetzer, Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeitern und außerschulischen Institutionen und Organisationen.

Diese Organisationsformen stärken bedeutend die Integrationskraft unserer Arbeit am Standort.